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Freitag, 15.12.2017
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Babalawo Medizinmann, nigerianisch, Priester der Ifa-Religion  
Balafon oder Balaphon - afrikanisches Xylofon aus Holz. Seine Heimat ist Guinea, doch es ist heute in ganz Westafrika verbreitet. An der Unterseite seiner 15 bis 23 Holzlamellen sind Kalebassen angebracht, mit denen das typische Klangvolumen erzeugt wird. Zum Spielen dienen zwei hölzerne Schlegel, die an der Spitze mit Kautschuk überzogen sein können.
Abb. Balafon
 
Bantu von ban-tu: Menschen. Sammelbezeichnung für verschiedene Ethnien im südlichen und äquatorialen Teil Afrikas, die eine der Bantusprachen sprechen. Ihre Zahl wird auf etwa 100 Millionen geschätzt. Die Vorfahren der Bantusprecher kamen vermutlich aus dem Gebiet des heutigen Kamerun bzw. Nigeria und zogen von dort südwärts. Die am weitesten verbreitete Bantu-Sprache ist Suaheli oder Swahili, das etwa 50 Millionen Sprecher an der afrikanischen Ostküste als lingua franca verwenden: Das Suaheli ist also jene Sprache, die von Völkern mit verschiedenen Muttersprachen für Handel und Geschäft benutzt wird. Die wichtigsten bantusprachigen Ethnien sind die Nguni, Sotho, Ambo, Kikuyu, Tswana und Zulu.  
Baobab auch Affenbrotbaum. Er gehört zu den massigsten Bäumen. Der Durchmesser seines Stamms kann neun Meter, seiner Krone 45 Metern erreichen. Das saure Fruchtmark der gurkenförmigen Frucht wird zur Bereitung von Getränken verwendet, die fetthaltigen Samen sind essbar, die Rinde des Baumes liefert starke Fasern.  
Baraka segensreiche Kraft, die von einem Heiligen ausgeht  
Barth Heinrich (geb. 16.2.1821 in Hamburg, gest. 25.11.1865, in Berlin) studierte Geschichte, Philologie, Geographie, alte Geschichte, Archäologie und römische Literatur in Berlin und erlangte 1844 den Doktortitel. 1845-47 reiste er durch den Mittelmeerraum und nach Afrika - von Marocco nach Ägypten. 1849-55 schloss er sich einer britischen Afrikaexpedition an, die von Tripolis über Agadez, Kano, Kanem, Sokoto nach Timbuktu und zurück führte. Mit seinem 1857 erschienenem 5-teilige Band „Travels and Discoveries in North and Central Africa in the Years 1849-1855“ avancierte er zum größten Kenner Afrikas in Europa und wird 1863 zum Professor an der Universität von Berlin ernannt. Das Institut für Archäologie und Geschichte Afrikas an der Universität zu Köln trägt heute seinen Namen.
Abb. Heinrich Barth
mehr Info im Web
 
Batate mehrjährige, kriechende Krautpflanze. In den amerikanischen Tropen heimisch, wird in vielen warmen Gebieten auf sandigen oder lehmigen Böden angepflanzt und ersetzt mancherorts die Kartoffel. Sie wird in erster Linie wegen ihrer dicken, 10 bis 20 Zentimeter langen und bis drei Kilogramm schweren essbaren Wurzelknollen, der so genannten Süßkartoffeln, angepflanzt. Manchmal mit Maniok oder Yams verwechselt.
Abb. Batate
 
Beduinen nomadische und halbnomadische Hirtenvölker, die in verschiedenen Wüstengebieten leben.
Abb. Beduinenschmuck aus Silber, Detail
 
Benin, Königreich von bis zur Zerstörung durch die Kolonialmacht Großbritannien (1897) bedeutendes, vorwiegend dörflich strukturiertes Königreich in Westafrika mit einem höfischen Zentrum in Benin-Stadt; seit 1991 in den etwaigen früheren Grenzen als Edo-State föderaler Teil der Republik Nigeria. Auf Grundlage der Ursprungsmythen wird der Beginn einer Ersten Dynastie von göttlich installierten Himmelskönigen (Ogiso) in das 10. Jh. datiert. In den Traditionen über die Geschichte heißt es, dass diese Herrscher dann jedoch einer Zweiten Dynastie von sakralen Herrschern (Oba) gewichen sein. Etwa seit dem 12. Jh. regieren diese mit hierarchisch organisierten Titelträgern das Reich. Seit 1486 stand Benin in Handelsbeziehungen mit Portugal. Späterhin betrieben auch Holland und England einen regen Elfenbein- und Sklaven-Handel. Große Mengen Metalls gelangten nach Benin und erweiterten die Arbeiten des schon zuvor bestehenden Kunsthandwerks der königlichen Gilden. Deren bekannteste Objekte wurden 1897 geplündert und befinden sich heute in Museen und Privatsammlungen: metallene Darstellungen von Köpfen und beschnitzte Elfenbeinzähne (ehemals auf den Ahnenaltären) und Reliefplatten (ehemals an den Pfeilern des Palastes). 1979 wurde Omo n´Oba Erediauwa als 39. Oba inthronisiert und führt die Traditionen des Reiches in einem eigenen Palast, aber ohne politische Bedeutung fort.
Ausführliche Infos zu allen großen Themen des historischen Königreiches von Benin bei Kingdom-of-Benin im Web sowie zur Ausstellung Könige in Afrika im Web .
Abb. Beninkopf, Bronze
 
Beninbronzen bereits um 1660 beschrieben Afrikareisende das außerordentliche Geschick der Handwerker in Benin. Gedenktafeln, Porträts und andere Figuren entstanden durch "Gießen in verlorener Form" und schmückten den Palast des Oba. Überraschender Weise ist das Mischungsverhältnis (Kupfer, Zink, Blei, Zinn) der Bronzen eher zu Messing verschoben.  
Berber Sammelbezeichnung für die berberisch sprechenden Ethnien in großen Teilen Nordafrikas, wie z.B. die Kabylen, die Rif, die Guanchen, die Tuareg, die Shluh, die Mzab oder die Jerba. Die Bezeichnung Berber fand über das Arabische Eingang in die europäischen Sprachen. Das arabische Wort wiederum geht auf das Lateinische barbarus zurück.  
Berliner Afrika-Konferenz auch Kongokonferenz - einberufen von Reichkanzler Otto von Bismark tagten vom 15.11.1884 - 26.2.1885 Vertreter 13 europäischer Nationen, der USA und der Wirtschaft in Berlin und regelten ihre Handeltätigkeiten in Afrika. Ergebnisse waren u.a. Handelsfreiheit in Zentralafrika, freie Schifffahrt auf dem Sambesi, König Leopold II. von Belgien erhielt das Kongogebiet. Sie lieferte den völkerrechtlichen Rahmen für die koloniale Aufteilung Afrikas.
Abb. Afrikakonferenz, aus "Gartenlaube" 1885 - Afrikaner nur als Zuschauer aus dem Busch ...
 
Beschneidung Bekannt als chirurgischer Eingriff, bei dem die Vorhaut des Mannes entfernt wird (männliche Beschneidung). Die weibliche Beschneidung ( Sunna, Klitoridektomie, pharaonische Beschneidung, Infibulation) ist dagegen vielerorts unbekannt. Beschneidungen sind unter vielen Völkern Afrikas, Amerikas, Arabiens, des Malaiischen Archipels, Neuguineas, Australiens und der Inseln des Pazifik meist als Initiationsriten, aber auch aus angeblich gesundheitlichen Gründen z.B. in den USA, weit verbreitet. Durch Migration nehmen Beschneidungen auch in Europa zu.
(I)NTACT - die Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen - setzt sich seit 1996 für Frauen ein, die in Ihren Heimatlängern gegen weibliche Beschneidung agieren (INTACT).
Abb. Beschneidungsszene, ägyptischer Papyri
 
Biafra Bezeichnung für die Ostregion Nigerias, die sich 1967 von Nigeria unabhängig erklärte und bis 1970 als unabhängiger Staat existierte.  
Big Five Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard  
Bogolan auch Bogolanfini, Mailtuch oder Schlammtuch (Bogolan = mit Schlamm hergestellt, fini = Stoff) - einer der bekanntesten afrikanischen Webstoffe. In typischer westafrikanischer Bahnenweberei erstellte Stoffstreifen (ca. 15 cm breit) aus einfacher Baumwolle werden zusammengenäht und anschließend gefärbt. Die Muster entstehen durch wiederholtes Auftragen von Schlamm und Pflanzensaft. Das Weben verrichten Männer, das Färben ist Frauensache.
Abb. Bogolan
 
Bokor der gefürchtete Schwarzmagier im Voodoo. In manchen Gegenden schließen sich mehrere Bokors zu Geheimbruderschaften sogenannten Zobob zusammen. Das Ziel dieser Gemeinschaften ist Macht und Reichtum zu erlangen. Man scheut auch nicht vor Menschenopfern.  
Bongo kleine Doppeltrommel aus Holz oder auch aus glasierter Keramik, mit Ziegenfell bespannt
Abb. Bongo
 
Borinboresi Wandmalkunst der Frauen im westafrikanischen Ghana. Eine Kunstform, die - im Unterschied zum meist individuellen Gestalten westlicher Künstlerinnen und Künstler - im Kollektiv
mehrerer Frauen durchgeführt wird und in ihrer Symbolik kulturelle, ethische und soziale Botschaften vermittelt. siehe aber auch Podai
 
Boucarabou westafrikanische Trommel, z.B. in Gambia anzutreffen
Abb. Boucarabou
 
Bubu traditionelles Gewand der Männer in Westafrika, zu festlichen Anlässen prächtig bestickt. Embroidery  
Buren niederländisch: Bauern, auch Boeren, Afrikaander, Afrikaners. Weiße Bevölkerungsgruppe in Südafrika, die von niederländischen, französischen und deutschen Einwanderern abstammt und Afrikaans spricht. Ursprünglich Bauern und Viehzüchter, stellen die Buren heute mehr als die Hälfte der weißen Minderheit in der Republik Südafrika. Bis vor kurzem waren sie die beherrschende politische Gruppe.  
Buschmänner auch San. Weitgehend untergegangene Sammler- und Jägergesellschaft in der Kalahari Botswanas und Namibias. Sie verfügten über ein komplexes religiöses System, bei dem vor allem der Verehrung des Mondes besondere Bedeutung zukam. In ihrer Mythologie ist die Erde aus der Vereinigung von Mond und Sternen hervorgegangen. Die San verehren die Sterne als die Lagerfeuer ihrer Verstorbenen. Die Felsbilder der San im südlichen Afrika zählen zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Kultur. Aber auch heute entstehen noch hervorragende Kunstwerke, wie ein 2002 in der Arnoldschen Verlagsanstalt erschienener Band zeigt - "Bushman Art".  
     
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