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Februar 2014
Habib Koité: "Meine Lieder sind Symbole des Friedens".
Mit seinen ganz besonderen Arrangements von Rythmus, Melodie und Text, schafft der malische Weltstar immer neue Mosaike seines Heimatlandes, die für Einheit, Akzeptanz und Selbstbewußtsein plädieren.
 
Denken wir an das westafrikanische Land Mali, so kommen vielen von uns wahrscheinlich Bilder der sagenumwobenen Wüstenstadt Timbuktu, der aus Lehm errichteten Moschee in Djenné, dem breiten Fluss Niger und der bunten Hauptstadt Bamako.
Habib Koité ist eng mit seiner Heimat und deren Schätzen verwoben, welche er in seinen Liedern besingt. Diese Schätze sieht der Sänger nicht nur in den Jahrhunderte alten Bauten und der faszinierenden Landschaft, sondern ganz besonders in der Gastfreundschaft und dem Zusammenhalt zwischen Familienmitgliedern und Freunden, den man in Mali, so der Künstler, bis heute finden kann. 
Für die Menschen in Mali, und die malische Diaspora waren die letzten Jahre aber nicht einfach. Die seit langer Zeit unruhige Situation im Norden des Landes spitzte sich seit 2010  zu und führte im März 2012 zum Militärputsch in Bamako.
 
Habib Koité  singt über und für seine Landsleute.
Er verkörpert dabei genau das, was Mali heute ist: ein großes multikulturelles Land, das sich nach Verständigung und Frieden sehnt. Mit der akustischen Musik und den einfachen Worten seiner Lieder knüpft der Musiker Bande zwischen Menschen und Kulturen. „Ich bin ein Sohn Malis“, so Habib „und ich liebe mein Land! Es ist an jedem einzelnen von uns, etwas für unser Land zu tun und ich versuche das über meine Musik.“
Habib Koité bezeichnet seine Lieder als Symbole des Friedens. „Ich habe mich entschlossen, die Musik Malis zu spielen und für mich bedeutet das, die musikalischen Traditionen des ganzen  Landes zu vereinen“. Dass seine Art der Arrangements von Rhythmus, Melodie und Text aus je verschiedenen lokalen Traditionen eine durchaus friedenschaffende Wirkung hat, erklärt er an einem Beispiel: „In den Jahren 1992/93 gab es eine Rebellion im Norden des Landes. 1994 habe ich ein Lied herausgebracht, in dem ich einen bekannten Rhythmus des Nordens gewählt, und eine Melodie des Südens darübergelegt habe. Den Text – gib mir deine Hand -  habe ich auf Songrai und Tamaschek (zwei Sprachen der Tuareg) gesungen. Die Menschen im Norden haben meinen Akzent sofort gehört, und sie haben gleich verstanden: Der da, der versucht, wie wir zu sprechen…“ Das Lied hatte einen großen sozialen Erfolg in Mali und in vielen Schulen wurden Choreografien darauf getanzt.
 
Das Glück Wurzeln zu haben
Wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, so hört man auch in Mali nicht wenige Menschen sagen, dass das Leben nur schwer ist. Deswegen migrieren immer mehr Afrikaner nach Europa. Habib Koité hat sich für ein Leben in Mali entschieden. In seinem aktuellen Album Soô spricht er vom „Glück, seine Wurzeln zu haben“. Auf die Frage, ob er auch positive Aspekte an der afrikanischen Migration nach Europa sieht, antwortet er: „Viele denken, dass es in Europa besser ist, weil sie es nicht kennen. Ich hatte die Chance vergleichen zu können und ich weiß, dass es nirgends besser ist als bei sich zu Hause. Ich habe Erfahrungen in Europa und Amerika gemacht und ich kann sagen, dass ich lieber in Mali lebe. Ich werde dort nie alles haben, was ich brauche… Aber es gibt Dinge, ohne die kann ich nicht leben und die finde ich nur in meiner Heimat.“
Auf die Frage, was Mali seiner Meinung nach heute braucht, antwortet der Musiker ohne Zögern: „Wir müssen alles tun, um zu unseren alten Werten zurückzufinden bzw. das zu schützen, was davon noch übrig ist!“ Neben der nötigen Rückbesinnung auf die Tradition spricht Habib Koité von Bildung als Schlüssel für eine gute Zukunft des Landes. „In Mali, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch, fehlt es uns an Menschen mit einem hohen Niveau an Bildung – vor allem in den Bereichen Gesundheitswesen und der Technologie!“ Aber der Künstler ist optimistisch: „Wir sind auf einem guten Weg! Afrika wird wie ein Vulkan explodieren, ich spüre das!“ 
 
Die Beziehung zwischen Afrika und Europa
beschreibt der Künstler zwar als nicht einfach, aber für alle Beteiligten als potentiell bereichernd: „Wir brauchen einander! Wäre die Beziehung eine menschliche und gleichberechtigte, so könnte es zu einem Austausch kommen, der die Entwicklung Afrikas, aber auch Europas, durchaus positiv beeinflussen würde.“ Habib spricht im Konditionell und es ist offensichtlich, dass viel passieren müsste, um diese Art der Beziehung zu erreichen. „Es gibt viele europäische Firmen, die in Mali ansässig sind. Zwar investieren und produzieren sie, aber im gleichen Zuge zerstören sie die Natur und damit die Lebensgrundlage von vielen Menschen.“ Aber auch hier ist der Sänger positiv gestimmt: „Wir sind heute schon dabei, diese Beziehung auf gleichem Niveau aufzubauen. Ja, es wird seine Zeit dauern, aber sie wird uns in Zukunft nicht nur dabei helfen, besser zusammen zu leben, sie wird es den afrikanischen Wirtschaften auch ermöglichen, endlich zu boomen!“
Habib Koité ist ein gefeierter Weltstar, dem es gelingt die Menschen überall mit der Musik seiner Heimat zu verzaubern und zu berühren. In seiner Person vereinen sich der Weltbürger und der Sohn Malis auf wunderschöne und authentischer Art und Weise. Mit seiner immer positiven Grundstimmung plädieren seine Lieder für Einheit, Akzeptanz und Selbstbewusstsein.
 
Das aktuelle Album Soô ist damit eine weitere Liebeserklärung an seine Heimat Mali.
„Wir haben alle eine Heimat und dort geht es uns am besten.“ Das Titellied Soô des Albums verdeutlicht dies: „Die Hoffnung, die die Freundschaft gibt, existiert bei mir in Mali, die Hoffnung, die die Liebe gibt, existiert bei mir in Mali, die Hoffnung, die die Familie gibt, existiert bei mir in Mali“. Und im Song Drapeau singt er: „ Söhne und Brüder des Landes, ihr seid herzlich willkommen. Kommt alle und helft uns die Fahne Malis zu tragen“.
 
Ira Diagne ist Ethnologin und Kulturmanagerin, sowie Vorstandmitglied des gemeinnützigen Vereins JOKKO-CENNECTION e.V. Sie beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Kunst und Migration im afrikanisch-europäischen Kontext. Das Interview mit Habib Koité führte sie am 24.01.2014 im Funkhaus Europa in Köln.
Kontakt: ira.diagne@gmail.com

© Interview, Text und Bild von Ira Diagne
 
Tourneeplan:
18.03.2014 Freiburg, Jazzhaus
19.03.2014 Erlangen, E-Werkt
20.03.2014 Darmstadt, Central Station
21.03.2014 Innsbruck, Treibhaus
24.03.2014 München, Muffathalle/Ampere

mehr Info: Habib Koité
 
GEWINNEN - Soô von Habib Koité!
AfroPort verlost 3 CDs Soô von Habib Koité.
Wenn Sie eine dieser CDs gewinnen möchten, beantworten Sie uns folgende Frage:
Im welchen Sprachen singt Habib Koité seine Lieder um die verschieden Ethnien seines Landes zu vereinen?

Schreiben Sie uns per eMail und setzen Sie in den Betreff: Soô
Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Adresse an, damit wir Ihnen den Gewinn auch zusenden können.
Einsendeschluss: 24.4.2014

 
 
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Das neue Album von
Habib Koité - Soô
erscheint am 14.3.2014!


 

     
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